Die beiden Großschanzen im Winter

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Bronze für Johanna Holzmann und Jonas Schmid

Versöhnlicher Abschluss für die Telemarker des DSV. Tobias Müller holt mit einem überragenden zweiten Durchgang verdient die Goldmedaille und verteidigt seinen Weltmeistertitel im Sprint.

Johanna Holzmann

Im erste Rennen der Weltmeisterschaften im französischen La Plagne holen die DSV-Athleten ihr erstes Edelmetall. Beim Teamwettbewerb konnten sich die Allgäuer Johanna Holzmann, Tobias Müller und Jonas Schmid im Viertelfinale gegen die Fahrer aus Großbritannien mit 3:0 durchsetzen. Warme Temperaturen und die weiche Piste machen es den Fahrern sehr schwer, schnell und fehlerfrei durch die Stangen zu kommen. Im Halbfinale traf das Allgäuer-Trio auf die Titelverteidiger aus der Schweiz. Dabei wurden beide deutsche Herren Opfer der Bedingungen und stürzen. So traf die DSV-Equipe im kleinen Finale auf die Heimmannschaft aus Frankreich. Überragend dabei war der Auftritt von Johanna Holzmann, die nach langer Verletzungspause immer besser in Schwung kommt. Schon im Viertelfinale konnte sich die Oberstdorferin gegen Jasmin Taylor (GBR) durchsetzen und ein erstes Ausrufezeichen bei den Weltmeisterschaften setzen. Gegen die Französin Argeline Tan-Bouquet siegt sie überraschender Weise ebenfalls, so dass nur noch einer ihrer beiden männlichen Teamkollegen seinen Heat gewinnen muss. Dies erledigt Jonas Schmid, der Matti Lopez hinter sich ließ.

Beim Parallelsprint lief es für die Oberstdorfer Telemarker weniger gut. Schon im ersten Heat trafen Jonas Schmid und Moritz Hamberger aufeinander. Hier setzte sich der Oberstdorfer Schmid durch, doch im anschließenden Achtelfinale kam es zum Duell der deutschen Topfahrer, Müller vs. Schmid. Normalerweise treffen die Teamkollegen erst ab den Halbfinalläufen aufeinander. Doch durch nicht optimal verlaufene Qualifikation stand schnell fest, dass einer der beiden heute früh die Ski einpacken kann. Im Duell Mann gegen Mann schied Jonas Schmid aus, so dass Tobias Müller als einziger verbleibender DSV-Fahrer im Viertelfinale stand. Dort kam der Sportsoldat ebenfalls aufgrund der weichen Pistenverhältnisse zu Fall. Somit müssten die Herren beim Sieg von Phil Lau (FRA) die Finalläufe vom Rand aus zuschauen. Auch bei den Damen war schon im Viertelfinale für die deutschen Telemarker Schluss. Johanna Holzmann verlor ihren Heat klar gegen die spätere Weltmeisterin Amelie Reymond.

Johanna Holzmann fährt ganz knapp am Podest vorbei. Jonas Schmid stürzt

In der Königsdisziplin "Classic" fuhr Johanna Holzmann ganz knapp am Podest vorbei. Für sie ein eher enttäuschendes Ergebnis, da sie lange auf Medaillenkurs lag, schlussendlich aber mit dem vierten Platz vorlieb nehmen musste. Es war jedoch ihr bestes WM-Einzelresultat und nach der langen Verletzungspause eine sehr beachtliche Leistung. „Ich habe mich trotzdem riesig gefreut, und der vierte Platz ist mein bestes WM-Ergebnis. Schade, dass die Saison jetzt schon vorbei ist“, sagt die 21-jährige Oberstdorferin. Jonas Schmid sorgte für einen Schreckmoment. Bei der Landung am Sprung stürzt der Hindelanger und verletzt sich am Sprunggelenk so schwer, dass er auf den abschließenden Einsatz im Sprint verzichten musste.

Hier gab es dann für das Telemark Team Deutschland doch noch den erhofften versöhnlichen Abschluss. Tobias Müller holt mit einem überragenden zweiten Durchgang verdient die Goldmedaille und verteidigt seinen Weltmeistertitel im Sprint. Bei den Frauen zeigte Johanna Holzmann erneut eine ansprechende Fahrt, aber das Knie erlaubt noch keine großen Sprünge, so dass sie am Ende mit Rang 5 vorlieb nehmen musste.

Text/Foto: Facebook Telemark Team Deutschland