Springer Vierschanzentournee

Weitere Stimmen zum Prolog

Nicole Fessel (31, Oberstdorf, Platz 5)

„Ja, ich habe eine gute Form. Ich war heute ziemlich aufgeregt, weil ich meinen Leuten hier schon zeigen wollte, dass das in Davos keine Eintagsfliege war. Am Ende bin überglücklich, dass es so gut hingehauen hat. Ich habe versucht, nicht zu schnell zu starten und mich reinzulaufen.

Die Strecke ist schon ziemlich schwierig, weil wir diese 3-km-Distanz im Weltcup eigentlich nie haben. Das ist halt eine Frage der Einteilung.

Insgesamt hat mich das Heimrennen aber schon eher beflügelt. Am Burgstall standen so viele Leute, die mich hochgeschrien haben. Das hat mir unglaublich gut getan und ich habe mich irgendwie drübergekämpft.

Als ich die 1 auf der Anzeigentafel gesehen habe, war ich dann schon sehr zufrieden, dass ich die Bestzeit geschafft habe. Es sind noch so viele Wettkämpfe bei der Tour de Ski. Ich habe eine gute Form, mir geht es gut, mal schauen, was rauskommt.“

· Denise Herrmann (26, WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Platz 13)

„Das sind schon sehr anspruchsvolle Runden hier. Zweimal den Burgstall hoch, das ist ziemlich heftig. Ich hatte zwar einen Top-Ten-Platz anvisiert, bin jetzt aber auch mit dem 13. Platz zufrieden. Diese berglastigen Strecken gehören nicht zu meiner Paradedisziplin, eine kleine Flachpassage wäre schon gut gewesen für mich. Mein nächstes Hauptaugenmerk liegt auf dem Sprint in Val Müstair.“

· Hannah Kolb (23, TSV Buchenberg, Platz 31):

„Ja, war brutal hart. Die 3km-Distanz ist für einen Prolog echt heftig. Die 8 Minuten, da muss man Vollgas durchgehen. Aber oben am Burgstall dachte ich wirklich, ich komm nicht mehr runter. Die Kulisse war aber super. Wenn da nicht so viele Zuschauer am Berg gestanden wären, wäre ich noch mehr gestorben. Ich weiß ja nicht, wie sie bei den anderen Nationen schreien, aber für uns Deutsche war die Anfeuerung echt der Hammer.“

· Claudia Nystad (36, WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Platz 38):
„ Also ich war nicht am frischesten. Viel kann ich nicht sagen. Die Strecke war perfekt, schön gemacht, sehr anspruchsvoll. So rein vom körperlichen lief es nicht optimal. Aber bei der Tour de Ski folgen jetzt mehrere Rennen aufeinander und da ist es ziemlich einfach, auch mal einen besseren Tag zu haben als heute. Viel schlimmer geht es auch nicht. Die Stimmung hier ist wunderbar hier – die haben uns ja angefeuert wie damals bei der WM.“

· DSV-Trainer Frank Ullrich: „Ich bin zufrieden, über Top-Platzierungen hinter den starken Norwegerinnen, Nicole, Denise und auch Steffi haben ihre Sache gut gemacht. Es ist wichtig, dass wir hier Akzente setzen. Aber wir wollen auf alle Fälle noch weiter nach vorn.”

· Laura Gimmler (21, SC Oberstdorf, 68. und letzter Platz):
„Es hat super Spaß gemacht, auch wenn es nicht gut gelaufen ist für mich. Ich war ziemlich nervös am Start, schließlich habe ich einen solchen Tag noch nicht so oft erlebt. Die Familie war da, sehr viele Freunde. Ich wollte das eigentlich genießen, aber unterm Strich konnte ich meine Leistung nicht abrufen, wie ich es wollte.“

Nicole Fessel
Nicole Fessel