Springer Vierschanzentournee

Von müden Kindern keine Spur

Die Königsegg-Grundschüler machen bei der Aktion, die in Zusammenarbeit mit PROSPORT veranstaltet wird, begeistert mit: Spaß am Sport gehört genauso dazu wie gesunde Ernährung

„Wir alle wollen den Preis haben und strengen uns mächtig an. Da muss man auch schon als Team antreten, wenn man erfolgreich sein will“. Jonas Dobler aus der 3a an der Königsegg-Grundschule in Immenstadt ist voll motiviert wie die Schüler aller Klassen: Hier findet in diesre Woche wie berichtet die „Bewegungsolympiade“ statt. Alle Kinder tragen bei dem Projekt Bewegungssensoren. Die Klasse, die sich am meisten bewegt hat, gewinnt am Ende einen tollen Preis: ein Abenteuer-Erlebnis-Tag im Klettergarten der Firma Tiefblick am Grüntensee. Schulleiter Bernhard Gessenharter, Gebietsleiter Thomas Mayinger von der veranstaltenden Bosch-Betriebskrankenkasse mit seinem Team, Skirennläuferin Petra Haltmayr als Patin der Aktion und Abgesandte von PROSPORT Allgäu/Kleinwalsertal und die Zeitungsmaus des Allgäuer Anzeigeblatts (als begleitender Partner) begrüßten die Schulfamilie am Starttag nach einem gesunden Frühstück mit Müsli, Joghurt, Vollkornbrot, Milch und Saft gut gelaunt in der Aula. Die Schüler hatten eigens ein „Bewegungslied“ einstudiert: Aus vollen Kehlen wurde da zur Melodie des bekannten Shantys „What shall we do with the drunken sailor“ ein neu getextetes „Was machen wir mit müden Kindern morgens in der Schule“ geschmettert. Auch alle Lehrkräfte und die Mütter, die sich an der Organisation beteiligten, stimmten kräftig mit ein. Von Müdigkeit weit und breit Spur! Nach einer kindgerechten Einführung in das Bewegungsprojekt durch Mayinger erzählte Petra Haltmayr von ihren sportliche Aktivitäten. Die Kinder bekamen ihre Bewegungssensoren, die sie fortan eine Woche lang in der Hosentasche tragen sollen. Hierauf werden die Bewegungen und sportlichen Tätigkeiten in Form von Sonnenstunden optisch gespeichert und addiert. Am Montag wird die Klasse ermitteln, die sich am meisten bewegt hat. Danach fielen die jungen Bewegungsaktivisten“ über die Parcours her, die in den Gängen und auf dem Gelände der Schule aufgebaut waren.
„Die Kinder bewegen sich sowieso sehr gerne, und die Sensoren in der Hosentasche sind ein zusätzlichen Ansporn, weil jeder derjenige sein möchte, bei dem die erste Sonne erscheint“, sagt Barbara Tissier, Klassenleiterin der 3a. Aber auch der soziale Aspekt der Aktion sei wichtig: Die Kinder müssen aufeinander Rücksicht nehmen und aufeinander eingehen. In Tissiers Klasse befindet sich mit der achtjährigen Katarina Tufekcic ein fröhliches Mädchen, das nur acht Prozent Sehkraft besitzt und von einer Schulbegleitung unterstützt wird. „Die Aktion finde ich schon gut“, sagt sie:
„Man bewegt sich so viel mehr als sonst – und wenn meine Klasse viele Sonnenstunden sammelt, dann gewinnen wir vielleicht sogar den Ausflug. Das wäre ganz toll.“ Auch das Frühstück fand Katarina „klasse“: „Das hat sehr gut geschmeckt.“ Ihr Klassenkamerad Jonas Dobler ist ebenfalls begeistert: „Das macht sehr viel Spaß, weil wir auch diese Sensoren in der Tasche haben.“ Jonas ist sich in seiner Freizeit unter anderem beim TV Immenstadt in der Leichtathletik aktiv. Als Lieblingssportart hat er den Sprint für sich entdeckt. Seine Laufschuhe will er diese Woche öfter anziehen und so zusätzlichen Sonnenstunden einfahren, denn die Sensoren bleiben auch in der Freizeit in der Tasche. Am Dienstag ging die 3a auf Wandertag rund um Greggenhofen, und am Freitag widmen sich die Schützlinge von Barbara Tissier bei einem Tag der Vereine verschiedenen Sportarten. Auch dabei wollen sie natürlich viele Sensor-Sonnenstunden sammeln.

Text: Günter Jansen, Allgäuer Anzeigeblatt

Petra Haltmayr und die Zeitungsmaus bei der Bewegungsoylmpiade
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Bewegungsolympiade in der Königsegg-Schule
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