Springer Vierschanzentournee

Ohne EU-Hilfen

Starke Griechen in Oberstdorf bei der VERIVOX.de FIS-Team-Tour

Mit neun Jahren begann Nico Polichronidis das Skispringen – an einer dieser kleinen Schanzen am Oberstdorfer Schattenberg. Mit 15 wurde er deutscher Vizemeister, zwei Jahre später deutscher Mannschaftsmeister der Jugend. 2005 formulierte er seine sportlichen Ziele für die Zukunft eindeutig: Er wolle irgendwann im Weltcup mitspringen.

Doch der große Durchbruch blieb dem mittlerweile 23-jährigen Oberstdorfer zumindest in den Kadern des Deutschen Skiverbandes versagt. Im Conti-Cup kam er 2009 mal aufs Treppchen (Pragelato), doch danach fand sich Nico Polichronidis bei FIS Wettkämpfen
eher in den 30er-Regionen der Ergebnislisten. Doch nun erfüllt sich der Oberstdorfer, dessen Vater aus Griechenland stammt, einen kleinen Traum. Er startet seit dieser Saison für den griechischen Skiverband – und ist für die FIS-Team-Tour gemeldet,
ganz ohne EU-Hilfen versteht sich.

Am vergangenen Wochenende bekam Polichronidis aber die raue Weltcup-Luft zu spüren. In Willingen scheiterte er als 55. in der Qualifikation am Finale der besten 40.

Fürs Heimspiel in Oberstdorf allerdings hat sich Polichronidis mehr vorgenommen – zumal er musikalische Unterstützung aus dem Heimatland seines Vaters bekommt: Lucas Cordalis, der 40-jährige Sohn von Schlager-Ikone Costa Cordalis (u.a. bekannt durch den Hit „Anita“) , stellt im Rahmen der FIS-Team-Tour am kommenden Samstag im Skiflug-Stadion seine neue Single vorbei.

Text: Thomas Weiß

Nico Polichronidis
Nico Polichronidis
Luca Cordalis
Luca Cordalis