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Arbeitsgemeinschaft der Oberstdorfer Skivereine feiert Jubiläum

Zufrieden blicken die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine (AOS) bei einer Jubiläumsfeier in der Erdinger Arena auf die lange Zeit der Kooperation zurück

Was 40 Jahre hält, hat sich offenbar bewährt: Entsprechend zufrieden blickten die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine (AOS) bei einer Jubiläumsfeier in der Erdinger Arena auf die lange Zeit der Kooperation zurück. Seit 1973 hält die Verbindung zwischen dem Skiclub Oberstdorf, dem Skiclub Tiefenbach, dem Skiklub Stillachtal und dem Skiclub Rubihorn, nachdem man sich damals entschlossen hatte, die kleinen und großen Events im Wintersport auf möglichst breiten Schultern zu verteilen. Im Rückblick die Erfolgsgeschichte einer Arbeitsgemeinschaft, die „man schleunigst erfinden müsste, wenn es sie nicht schon seit 40 Jahren gebe“, so der stellvertretende Bürgermeister Dr. Günther Meßenzehl.

Mehrere Ereignisse hatten zur Gründung der AOS beigetragen, resümierte der langjährige Sportreferent Oskar Fischer als einer der Wegbereiter. Zum einen brachte die Gebietsreform dem Markt Oberstdorf 1973 mit der Eingemeindung von Rubi, Reichenbach, Schöllang und Tiefenbach zwei zusätzliche Skivereine. Außerdem fiel ins gleiche Jahr auch der Neubau der Fellhornbahn, die Oberstdorf , das bis dato eher im nordischen Skisport bekannt war, auch eine alpine Adresse gab. Drittens erhielt Oberstdorf zwei Jahre nach Einführung der Skiflug-WM die Zusage zur Ausrichtung 1973, allerdings mit der Auflage, eine neue Schanze zu bauen. „Was da in nur eineinhalb Jahren geleistet wurde, war gigantisch“, erinnerte Fischer an den Kraftakt.

Auch personell hatte sich Anfang der 1970er Jahre einiges getan. So wurde Pe Horle Vorsitzender des Skiclub Oberstdorf und habe sich schnell zum entscheidungsfreudigen Vereinschef entwickelt. Edi Geyer, 1971 zum Bürgermeister gewählt, habe sich als sportbegeistert und visionär erwiesen. Kurt Kreiselmeyer habe als OK-Chef für die Flug-WM und als Sportdirektor unschätzbare Arbeit geleistet. Er selbst, seit 1972 alpiner Sportchef des DSV, habe ebenfalls am sportpolitischen Netz mit geknüpft.

Das erste DSV-Testrennen am Fellhorn, das damals noch der Skiklub Stillachtal allein ausrichtete, ließ die Organisatoren erkennen, dass ein Verein allein eine solche Aufgabe nicht schultern könne. Damit war die Idee zur AOS geboren, die alle ins Boot nahm ohne die Souveränität der Vereine einzuschränken. Skirennen, Langlauf und Skispringen, sogar Biathlonwettkämpfe auf nationaler und internationaler Eben sowie zwei unvergessene Nordische Weltmeisterschaften, all das ließen Oskar Fischer und Ferry Speigl gemeinsam mit SCO-Chef Dr. Peter Kruijer am Jubiläumsabend Revue passieren. Eine umfangreiche Chronik enthält die 40-jährige Erfolgsgeschichte der Arbeitsgemeinschaft. Als Chronist zeigte damit Ferry Speigl einmal mehr sein unermüdliches Engagement für den Skisport, für das ihm Dr. Günther Meßenzehl die Verdienstspange des Sports überreichte.

Text: Elke Wiartalla

Jubiläum Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine
Jubiläum Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine