Springer Vierschanzentournee

50 % Olympia, 100 % Olympia

Oberstdorfer Athleten starten erfolgreich in die Olympiasaison

Beim Abschwingen nach seinem gelungenen Comeback ballte Tobias Stechert die Faust. Rang elf bei der Abfahrt von Lake Louise war für den 28 Jahre alten Skirennfahrer vom SC Oberstdorf genau ein Jahr nach seiner schweren Verletzung nicht nur das zweitbeste Weltcup-Resultat seiner Karriere, sondern zugleich auch die halbe Qualifikationsnorm für die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Wer nach Sotschi will, muss zweimal unter die ersten 15 oder einmal unter die ersten Acht fahren. „Das war ein gutes Comeback“, lobte der Alpin-Direktor des Deutschen Skiverbands Wolfgang Maier. „Mit dem Ergebnis und dem Auftakt kann man schon zufrieden sein.

Johannes Rydzek löst das Ticket zu den Winterspielen

Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo gelang Johannes Rydzek ein guter Start in die neue Saison der Nordischen Kombination. Nach Rang 31 im Springen auf der sehr windanfälligen Anlage in Kuusamo, lief er im Einzel ein couragiertes Rennen und verbesserte sich mit einer hervorragenden Laufleistung auf Rang acht, was für ihn das Olympia-Ticket bedeutete. Noch besser lief es im Teambewerb über 4×5 km. Den ersten Sieg in der neuen Saison verhinderten nur die Norweger, die das DSV-Quartett mit Björn Kircheisen, Manuel Faißt, dem Oberstdorfer Johannes Rydzek und Frenzel um 30,7 Sekunden distanzierten. "Unsere Athleten waren hier um eine Klasse besser als zuletzt im Training in Klingenthal“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch sein Kombinations-Team.

Auftakt der Langläufer beim Ruka Triple in Kuusamo

Beim „Ruka-Triple“, einem Drei-Etappen-Rennen im finnischen Kuusamo, wurde die Oberwiesenthalerin Denise Herrmann Achte. Im Sprint am Freitag war sie als Dritte erstmals als Einzelkämpferin auf dem Podest. Weniger gut lief es für die Teilnehmerinnen des SC Oberstdorf bei der Mini-Tour, bei der an drei Tagen, drei Rennen mit insgesamt 16 Kilometern zu absolvieren waren. Bereits im Prolog über 1,2 km
in der klassischen Technik war mit Rang 68 Schluß für Katrin Zeller. Nicole Fessel konnte sich für die Runde der besten 30 zwar qualifizieren, schied jedoch im Viertelfinale aus und erreichte im Endklassement Rang 23.
Auf der zweiten Etappe der Mini-Tour konnte Justyna Kowalczyk die Konkurrenz hinter sich halten und das Klassikrennen über fünf Kilometer vor Marit Bjørgen und Therese Johaug für sich entscheiden. Nicole Fessel wies als 24. etwa eine Minute Rückstand auf. Katrin Zeller verpasste als 39. nur um wenige Sekunden die Weltcuppunkte.

Auch beim abschließenden Handicaprennen über 10 km in der freien Technik lief es nicht besser für die Oberstdorfer Läuferinnen. Sichtbar mit Problemen zu kämpfen hatte Nicole Fessel bereits zur Rennmitte, die beim Stadiondurchlauf nach fünf Kilometern eine große Gruppe passieren lassen musste. Sie ließ jedoch nicht abreißen und konnte das Ziel mit der Gruppe als 27. mit 2:17 Minuten Rückstand erreichen. Katrin Zeller wies als 42. im Ziel bereits drei Minuten Rückstand auf. "Wir haben gesehen, dass wir jetzt Wettkämpfe brauchen, um die Verträglichkeit und Härte zu festigen und zu schulen“, resümierte Bundestrainer Frank Ullrich.

Telemarker starten in Hintertux in die Weltcupsaison

Auch die Telemarker starten in Hintertux in ihre Weltcupsaison. Strahlender Sonnenschein und eine hervorragende Rennorganisation boten die perfekte Bühne für die ersten Sprintbewerbe der neuen Weltcupsaison. Auf dem Hintertuxer Gletscher konnte Tobias Müller vom SC Fischen seine hervorragende Form unter Beweis stellen und den Sprint gewinnen. Durch einen starken zweiten Lauf mit der zweitbesten Zeit konnte sich Jonas Schmid vom SC Oberstdorf noch auf dem 5. Platz platzieren, beim zweiten Sprint-Bewerb erreichte er einen 16. Platz und beim Parallel-Sprint schied er leider aus.

Nicole Fessel
Nicole Fessel
Katrin Zeller
Katrin Zeller
Johannes Rydzek
Johannes Rydzek
Jonas Schmid
Jonas Schmid